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  • Madrid: Viele Zehntausende beim »Marsch der Würde« / Madrid gegen die Troika / Solidarität ohne Grenzen,Blockupy Proteste BRD

    Von Agenturen/nd Quelle: nd / Von Carmela Negrete Quelle: jungeWelt / Von Anton Thun;Quelle:marx21.de

    Über 100 Verletzte nach Auseinandersetzungen mit der Polizei / Mehrere Protestzüge der »Empörten« vereinen sich / Soliaktionen in ganz Europa

    Berlin. Viele zehntausende Menschen aus ganz Spanien sind am Samstag zu einer Massendemonstration unter dem Motto »Marsch der Würde« gegen die Sparpolitik und die hohe Arbeitslosigkeit zusammengeströmt. Agenturen sprachen von einem der größten Proteste seit Monaten gegen den Troika-Kurs und die Verarmungspolitik. Nach Angaben der Organisatoren übertraf die Teilnehmerzahl alle Erwartungen: Es sollen sich zwei Millionen Menschen an der Aktion beteiligt haben. Im Anschluss an die Protestkundgebung gegen die konservative Regierung kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Dabei seien 101 Menschen verletzt worden, darunter 67 Polizeibeamte, teilten die Rettungsdienste in der Nacht zum Sonntag mit. 24 Menschen seien festgenommen worden, erklärte ein Polizeisprecher. Die Bereitschaftspolizei feuerte Gummigeschosse auf Jugendliche, die Wurfgeschosse auf Beamte geschleudert hatten. Die jungen Demonstranten errichteten Barrikaden aus Absperrgittern, zündeten Mülltonnen an und schlugen die Fensterscheiben einer Bank ein. Einige bauten auf einer Hauptstraße im Zentrum Zelte auf.

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    Madrid gegen die Troika

    Großdemonstration der spanischen Linken. Veranstalter sprechen von zwei Millionen Teilnehmern. Polizei attackiert Protestierende

    Von Carmela Negrete

    Hunderttausende Menschen haben am Samstag im Zentrum der spanischen Hauptstadt Madrid gegen die Kürzungspolitik der Regierung und der Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank demonstriert. Während die Veranstalter von mehr als zwei Millionen Teilnehmern sprachen, wollte die Polizei nur 36000 Demonstranten gezählt haben. Im Internet kursieren deshalb Fotos, die Luftaufnahmen vom Samstag mit Aufnahmen vom Papstbesuch 2011 vergleichen. Damals hatten die Behörden von 1,5 Millionen Menschen gesprochen.

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    www.marx21.de

    26.03.14: Blockupy 2014 | Drucken |
    Solidarität ohne Grenzen

    Am 23. März 2014 trafen sich wieder hunderte Aktivistinnen und Aktivisten in Frankfurt, um die Blockupy Proteste in diesem Jahr zu planen. Besprochen wurden Ideen für gemeinsame Aktionen des zivilen Ungehorsams sowie die Abläufe bei den Protesten gegen die Neueröffnung der EZB.

    Von Anton Thun
    Bei einem internationalen Treffen von Aktivistinnen und Aktivisten wurde vereinbart, dass es vom 15. bis 25. Mai zu zahlreichen Aktionen in ganz Europa kommen soll. So haben schon Gruppen in Madrid, Paris, mehreren Städten in Italien und Brüssel mit der Planung begonnen.
    Aktionen in vier deutschen Großstädten geplant
    Der Startschuss dafür ist der Protest gegen ein Treffen der Wirtschaftseliten Europas in Brüssel, die sich beim sogenannten European Business Summit treffen. Hier soll es mit internationaler Unterstützung zu Gegenprotesten kommen.
    
In Deutschland wurde vereinbart, dass der Schwerpunkt auf dem 17. März liegen soll. An diesem Tag sollen Aktionen in vier deutschen Großstädten (Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart) stattfinden. Es wird Demonstrationen, Blockaden und andere vielfältige Aktionen geben.
    Blockaden vor Apple Stores
    Bei dem Aktiventreffen in Frankfurt war spürbar, dass die Planung zu diesen Aktionstagen nun konkreter wird und Form annimmt. Und dies nicht nur, weil nun Plakate und Flyer druckfrisch an  verschiedene Städte Deutschlands verschickt werden. So wurde beispielsweise über Aktionsideen zu gemeinsamem zivilen Ungehorsam am 16. Mai, einem Tag vor den dezentralen Aktionstagen, gesprochen.
    Vorgeschlagen wurden unter anderem Blockaden, die sich gegen die Produktionsbedingungen des Apple-Konzerns richten und, ähnlich wie bei den letzten Blockupy-Aktionen zur Textilindustrie, die Ausbeutung in den Produktionsländern thematisieren soll. Dabei ist jedoch fraglich, wie man Blockupy auch auf Kämpfe in Deutschland ausrichten will und über Solidarität hinaus soziale Kämpfe in Deutschland thematisieren kann.
    Veranstaltungen an den Unis gegen die AfD
    
Ein weiterer Vorschlag behandelt das Thema des aufkommenden Rechtspopulismus in Europa. Die Idee, der AfD als erstarkende Partei rechts der CDU als große Gefahr für ein solidarisches Europa zu begegnen, trifft den Nerv der Zeit. Ein Vorschlag war zum Beispiel, an den Universitäten öffentlich zu machen, welche Positionen diese Partei repräsentiert und welche der (vor allem in den wirtschaftswissenschaftlichen Fächern dozierenden) Professoren sie unterstützt. Damit soll der erstarkende Rechtspopulismus im alltäglichen Umfeld der Menschen enthüllt und eine linke Kritik daran formuliert werden.
    Der Tag-X in Frankfurt wird geplant
    Darüber hinaus hat bei dem Frankfurter Treffen auch schon die Planung für den sogenannten Tag-X, also den Protesten gegen die EZB-Neueröffnung, begonnen. Neben regelmäßig stattfindenden EZB-Zaunspaziergängen des lokalen Blockupybündnisses in Frankfurt, wurden in Arbeitsgruppen die Demonstration sowie die Blockade der EZB-Neueröffnung besprochen.
    Klar wurde hier, dass die Aktivisten entschlossen sind, sich nicht von den Repressionen im vergangenen Jahr einschüchtern zu lassen und erst recht eine starke und breite Demonstration zu organisieren, die mit einer Absage gegen ein Europa der Banken und Konzerne und einer Stimme für ein solidarisches Europa durch Frankfurt ziehen will.
    In den lokalen Gruppen werden nun die weiteren Planungen besprochen. In vielen Regionen soll es zu breiteren Vernetzungs- und Planungstreffen kommen, um weitere Akteure und Aktivistinnen in die Planung einzubeziehen. Das Ziel von sichtbaren Protesten eine Woche vor den Europawahlen wird greifbarer.

     

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